Schieloperationen

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Das Ziel von Augenmuskeloperationen ist die Herstellung, Verbesserung oder das Erhalten der Zusammenarbeit beider Augen. Anders als bei anderen Augenoperationen wird die Sehleistung nur selten verbessert. Das Risiko eines Sehverlustes oder einer Sehschärfenminderung ist sehr gering (1:30 000).

Erkrankung und Symptome

Schielen drückt sich in der Fehlstellung des einen Auges zu der Sehachse des anderen Auges aus.
Es handelt sich dabei um eine Störung des Augenmuskelgleichgewichtes.
Grundsätzlich werden dabei angeborene und erworbene Störungen, versteckte (latente) und manifeste Formen sowie Lähmungs- und Begleitschielen unterschieden. Augenbewegungsstörungen und Augenzittern können sowohl angeboren als auch erworben sein und mit oder ohne Kopffehlhaltungen einhergehen.
Häufige Symptome sind fehlende dreidimensionale Wahrnehmung, das Sehen von Doppelbildern, das sichtbare Abweichen eines Auges und als Folge des Schielens bei Beginn in der Kindheit eine Schwachsichtigkeit eines oder beider Augen.

Indikation

In Abhängigkeit von dem Beschwerdebild, der Ausprägung der Abweichung und der Ursache der Erkrankung besteht grundsätzlich in jedem Lebensalter die Möglichkeit einer stellungsverbessernden Augenmuskeloperation, die zu funktionellen Vorteilen führen kann.
Die Verordnung einer Brille und bei Kindern einer etwaigen Zuklebe-Behandlung bis zur Normalisierung der Sehfähigkeit sind meist Maßnahmen, die vor einer Operation erfolgen müssen.
Für die Empfehlung einer Schieloperation werden die Größe und Häufigkeit des vorhandenen Schielwinkels, das Doppelbildrisiko nach dem Eingriff sowie funktionelle und ästhetische Gesichtspunkte berücksichtigt.

Welches Vorgehen für Sie oder Ihr Kind das Richtige ist, besprechen wir gemeinsam und individuell auf der Basis einer umfangreichen Voruntersuchung.

Ablauf der Operation

Schieloperationen werden grundsätzlich in Allgemeinanästhesie („Vollnarkose“) durchgeführt.

Nachsorge

Am 1. und 3. Tag nach der Operation ist jeweils eine augenärztliche Kontrolluntersuchung erforderlich. Zusätzlich erfolgt am 1. postoperativen Tag die Kontrolle der Augenstellung sowie die genaue Vermessung des Schielwinkels durch die/den Orthoptistin/en. Das endgültige Ergebnis der Schieloperation wird in einer Untersuchung drei Monate nach der Operation beurteilt.
Für die Woche nach der Operation stellen wir Ihnen eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung aus bzw. entbinden Ihr Kind vom Schulunterricht. Der Heilungsprozess wird durch die täglich mehrfache Gabe von Augentropfen unterstützt.
Zwei Wochen sollte auf den Besuch öffentlicher Schwimmbäder und Saunen verzichtet werden, auch das „Reiben“ am Auge sollte vermieden werden.
Durch den Eingriff, insbesondere bei Operationen der schrägen Augenmuskeln, können sich selten Brillenwertänderungen (Lage der Astigmatismus-Achse) ergeben. Daher ist eine Messung in Verbindung mit der abschließenden Schielwinkelkontrolle sinnvoll.
Wichtig zu wissen ist, dass die Operation die Brille nur in den seltensten Ausnahmefällen entbehrlich macht. Über die Fortsetzung einer Zuklebe-Behandlung bei Kindern muss im Einzelfall entschieden werden. Generell gilt, dass auch nach einer Schieloperation nach spätestens drei Wochen wieder wie zuvor verordnet und konsequent geklebt werden muss.
Gerne beraten wir Sie in einem persönlichen Gespräch.

 

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